Was ist Intermittent Fasting?

In diesem Artikel möchte ich die Grundsätze des Intermittent Fasting vermitteln.

Intermittent Fasting bedeutet auf Deutsch soviel wie Intermittierendes Fasten, periodisches Fasten oder auch Fasten mit Unterbrechungen.

 

 

Ein Zyklus des Intermittent Fasting wird in zwei Perioden unterteilt: die Fastenperiode und die Essensperiode. Diese Zyklus läuft mehrmals wöchentlich ab. In welchem Rhythmus man dies nun durchführt, kann je nach Zielsetzung und Lebensstil variieren. Dies bedeutet auch, dass die Essens- und Fastenphase von der Länge (was für einen Stundenrythmus wähle ich) und Art (was darf ich essen/ trinken in der Fasten/ Essenperiode) verändert werden können. Es gibt verschiedene Ansichten und Theorien dazu, welche Fastenlänge optimal ist. Jedoch kann man den optimalen Fasten-Essens-Rhythmus noch nicht wissenschaftlich belegen.

 

Was darf ich in der Fastenperiode zu mir nehmen?

 

Wie schon anklingt, darf man beim Fasten nichts Essen. Aber auch beim Trinken sind die Möglichkeiten begrenzt auf Wasser, Tee, Kaffee – ungesüßt versteht sich (auch auf Süßstoff sollte man lieber verzichten).

Genauer definiert, kann man festhalten, dass keine Kalorien zu sich genommen werden dürfen – egal in welcher Form. Einige Fastenvertreter erlauben zwar Gemüse, meiner Meinung nach ist das aber inkonsequent, da auch Gemüse ein paar Kalorien enthält, die den Fastenzustand und die Anpassungsmechanismen einschränken können.

 

Warum gibt es nicht ausreichend Studien mit verschiedenen Rhythmen, wenn Intermittent Fasting so toll sein soll?

 

Das größte Problem liegt wohl in der Finanzierung. Welcher Lebensmittel- oder Supplementhersteller ist schon daran interessiert Studien zu finanzieren, die belegen könnten, dass es besser ist seltener zu essen? Schließlich würden sie damit aufzeigen, dass ihre Produkte unnötig sind.

Man kann jedoch auf die Stoffwechselprozesse eingehen, welche nach einer bestimmten Zeit im Körper ablaufen und daran ableiten wie lange es sinnvoll ist zu fasten, wenn man bestimmtes Ziel (Gewichtsreduktion, Muskelaufbau, einen bestimmten gesundheitlichen Aspekt) erreichen möchte.

In einem zukünftigem Artikel werde ich näher darauf eingehen, welche verschiedenen Fastenrhythmen bestehen, welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen und für wen sie geeignet sind.

 

Wieso sollte man Intermittent Fasting in seinen Lebensstil integrieren?

 

Wie schon im ersten Artikel erwähnt, können nicht nur Freunde der ästhetischen Körpertunings Gefallen dran finden, sondern auch alle, die Ihre gesundheitliche Situation verbessern möchten.

Es gibt diverse Studien an Menschen und Tieren, die aufzeigen, dass periodisches Fasten einige gesundheitliche Verbesserungen erzielen kann. Hierzu gehören sowohl physische als auch psychische Auswirkungen, die durch verschiedene hormonelle Veränderungen hervorgerufen werden. Ein anderer Punkt ist die Zeitersparnis – wer nichts isst, der muss sich dafür keine Zeit nehmen.

Da es eine Vielzahl an positiven Auswirkungen gibt, möchte ich diese in einem separaten Artikel genauer beleuchten und den Zusammenhang zum Intermittent Fasting herstellen. Selbstverständlich werde ich auch versuchen die Grenzen des Intermittent Fasting abzustecken und darauf eingehen, für wen es nicht geeignet sein könnte.

 

Sollten noch grundsätzliche Fragen offen stehen, freue ich mich über einen Kommentar!

 

Ach im Grunde freue ich mich über jeden Kommentar ;-)

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Kommentare: 16
  • #1

    Dixon (Dienstag, 28 Mai 2013 19:17)

    Sehr gute Homepage...!!!

  • #2

    intermittent-fasting-diet (Mittwoch, 29 Mai 2013 10:51)

    Danke :-)

  • #3

    tomsen (Dienstag, 04 Juni 2013 12:04)

    Wer sich deine Artikel richtig durchliest, kann sich alle Fragen wirklich selbst beantworten. Fasten-Kritiker haben oft den Sinn der täglichen Fastenperioden nicht begriffen und verwechseln dies mit herkömmlichen Diäten. Als ich Leuten von IFD erzählte, kamen Sätze wie "Ich hab auch schon mal 7 Tage gefastet und sooo viel abgenommen" und anderer Käse... Manche wollen einfach den Sinn nicht verstehen und können es letztlich auch nicht begreifen. Mir helfen deine Artikel mich weiter auf mein Ziel zu konzentrieren, Danke.

  • #4

    intermittent-fasting-diet (Donnerstag, 06 Juni 2013 15:07)

    Schön, dass dir meine Artikel so gut weiterhelfen!
    Falls du trotzdem noch Fragen hast oder gerne Infos zu einem bestimmten Thema möchtest, dann kannst du mir gerne schreiben oder unten den entsprechenden Artikeln einen Kommentar hinterlassen.
    Ich wünsche dir noch viel Erfolg!

  • #5

    Marco (Donnerstag, 04 Juli 2013 16:15)

    Ich hatte immer das Problem trotz stundenlangem Fitness-Training meinen Körperfettwert nicht runter zu kriegen und somit das Ergebnis des Trainings nicht zu sehen!
    Es wird einem immer eingeredet man soll schön über den Tag verteilt Nahrung zu sich nehmen... Wie ihr ja wisst ist das falsch!
    Durch Zufall, da sehr schlecht publiziert, bin ich dann auf IF gestoßen.
    Ich hab ein wenig mit den verschiedenen Phasen experimentiert (16/8) und schau da, Es funktioniert :o)

    Die Page hier ist klasse soweit ich das beurteilen kann... hab noch nicht alles gelesen!

  • #6

    intermittent-fasting-diet (Donnerstag, 04 Juli 2013 21:37)

    Freut mich sehr, dass periodisches Fasten dir so gut geholfen hat! Ich hoffe, ich kann dich mit dem Blog auch etwas unterstützen - falls Fragen aufkommen, helfe ich gerne.

    Ich bin mir sicher, die anderen Artikel werden dich auch überzeugen ;-)

    Grüße
    Christopher

    P.S.: Dein Beitrag erinnert mich gerade an einen sehr wahren Spruch: You cannot outtrain a bad diet.
    Ich mache leider immer wieder die Erfahung, dass viele anders denken und dabei ihren Körper (nett formuliert) zu Grunde richten...

  • #7

    Kathrin (Montag, 24 März 2014 13:24)

    Ich würde gern die Leangains Methode anfangen,ich betreibe jedoch keinen Sport .Wie sieht es dann mit der Kalorienzufuhr aus? Sollte sie gleichbleibenden 100% meines Tagesumsatzes sein oder imitiere ich per Kalorienzufuhr und Nährstoffverteilung Trainingstage?
    Danke schonmal für die Antwort

  • #8

    Christopher (Freitag, 28 März 2014 22:19)

    Grundsätzlich rate ich immer dazu, etwas Sport zu treiben - selbst wenn es nur ein bis zwei 30-minütige Krafteinheiten mit dem eigenen Körpergewicht sind. Die Gesundheit wird einem die investierte Zeit mehrfach zurück zahlen.

    Sollte es absolut ausgeschlossen sein, würde ich dir dazu raten an 1-2 Tagen pro Woche einen Trainingstag zu imitieren, indem du die KH-Zufuhr etwas anhebst, sowie in etwa die Erhaltungskalorien zuführst - kein Überschuss. Es könnte einen positiven Einfluss auf den Leptinspiegel haben, aber noch viel wichtiger finde ich die psychologische Komponente!
    Ab und zu sich etwas gönnen - und dazu zählen bei den meisten kohlenhydratlastige Lebensmittel -, gehört zu langfristig erfolgreichen Ernährungssystemen mMn dazu und unterstützt die sonstige konsequente Einhaltung.
    An allen anderen Tagen unterkalorisch ernähren, sodass du eine negative Wochenbilanz erzielst und du wirst abnehmen.
    Grüße Christopher

  • #9

    Michaela (Donnerstag, 10 Juli 2014 11:34)

    Dient es denn schon dem Abnehmen/der guten Zellerneuerung, wenn man 14 Stunden Pause vom Essen macht? (In meinem Fall etwa von 22h bis etwa 12 Uhr des Folgetages)

  • #10

    Christopher (Freitag, 03 Oktober 2014 19:41)

    Das hängt auch von der gesamten Kalorienbilanz ab. Das periodische Fasten macht es deutlich leichter eine negative Bilanz einzuhalten und dadurch abzunehmen.
    Die Autophagie und Zellerneuerung hängt auch immer von der vorherigen Mahlzeiten ab, sollte jedoch im Normalfall bei 14 Stunden Fasten hervorgerufen werden.

  • #11

    Nicole (Dienstag, 28 Oktober 2014 10:14)

    Hallo, wird der Autophagieeffekt nur erreicht wenn man regelmäßig fasten also jeden Tag oder jeden 2. Tag - oder hilft es auch wenn man 1-2 Fastentage/Woche einschiebt? Ich habe kein bestimmtes Ziel, möchte es meinem Körper nur etwas erleichtern :-)

  • #12

    Stefan (Donnerstag, 15 Januar 2015 10:01)

    Sehr interessante Seite und sehr informativ, super!
    Ich habe kürzlich mit IF 16/8 angefangen. Bis jetzt komme ich ganz gut zurecht.
    Was mir noch nicht so klar ist, wann sollte ich an TT die KH zu mir nehmen? Bei jeder Mahlzeit ein wenig oder hauptsächlich nach dem Training? Man sagt ja, nach dem Training ist die beste Zeit für den Körper die KH aufzunehmen um sie zu verwerten ohne dass diese in Fett umgewandelt werden.
    Und wieviel KH sollten es an diesem Tag sein? Habe ca. an 40% der Makroaufteilung gedacht, das gedacht, sind ca. 200 gramm an TT.
    An NTT ernähre ich mich hauptsächlich Low-Carb.
    Mein Ziel ist es im Moment zu definieren und die Muskeln zu erhalten.


    Danke für ein paar Infos.

    Beste Grüsse
    Stefan

  • #13

    Stefan (Freitag, 16 Januar 2015 09:48)

    zu deiner Antwort #8.
    Was heisst für dich die KH an TT anheben? Von wieviel und an welcher Tageszeit sprechen wir? Nur nach dem Training, dafür etwas mehr oder über den ganzen Tag verteil? ich mach im Moment auch IF 16/8 und das Training fällt meistens erst ca. um 20 Uhr statt. über den Tag verteilt würde aber heissen, dass das Insulin angehoben wird und die Fettverbrennung hemmt.
    Bin bisschen verwirrt ;-(
    Danke für deine Hilfe

  • #14

    Christopher (Montag, 07 September 2015 17:52)

    Hallo Stefan,
    Wie viel Kohlenhydrate man insgesamt am Tag aufnimmt, hängt immer von der Kalorienbilanz und der restlichen Makro-Verteilung ab. Ich würde grundsätzlich nicht für alle empfehlen, nur nach dem Training KH aufzunehmen, da sich manche mit KH vor dem Training energiereicher fühlen und besser trainieren. Andere spüren keine Veränderungen – deshalb muss man es individuell betrachten und ich kann es nicht pauschal konkretisieren.

  • #15

    Christopher (Montag, 07 September 2015 17:57)

    Hallo Nicole,
    man hat immer einen Autophagieeffekt, wenn man fastet. Dieser ist stärker, wenn man häufiger beziehungsweise länger fastet.

  • #16

    Benita Grosser (Sonntag, 06 März 2016 07:11)

    Lieber Christopher, Deine Texte sind sehr sehr hilfreich. Als Yogalehrerin beschäftige und praktiziere ich Buchinger Fasten seit ca. 20 Jahren. Durch den aktuellen GEO Artikel habe ich von der Autophagie und dem intermittent Fasten erfahren, was ich oft schon unbewußt praktiziert habe. Nun mache ich seit einer Woche das 16 Stunden Fasten und finde den Effekt großartig. Heute gebe ich einen Workshop bei uns im Center über das Fasten, Deine Texte haben mir toll bei der Vorbereitung geholfen. Vielen Dank für die freie Bereitstellung und die Arbeit, die Du hineingesteckt hast!