Vorteile des Intermittent Fasting: Teil 3 Alltag

Nachdem in den ersten beiden Teilen dieser Serie die Vorteile des Intermittent Fasting auf die Gesundheit und die Körperkomposition beleuchtet wurden, behandelt dieser Artikel die Vorteile für den Alltag.

 

 

Die Vorteile des Intermittent Fasting für den Alltag auf einen Blick:

 

  • mehr Zeit, Flexibilität und Freiheit

  • weniger Stress

  • Entlastung

 

  • verbesserte mentale Klarheit und Fokussierung

  • mehr Produktivität

 

  • größere Mahlzeiten und länger anhaltende Sättigung

  • ein vermindertes Hungergefühl und bessere Hungerkontrolle (hormoneller Mechanismus)

  • die Leichtigkeit ein Kaloriendefizit zu kreiern

 

Freiheit durch Intermittent Fasting

 

Klingt ein wenig hochgegriffen, aber durch die Verkürzung des Essensfensters, fällt jede Menge essensinduzierter Stress weg. Wir müssen schlichtweg weniger essensrelevante Entscheidungen treffen: Was esse ich? Muss ich noch Einkaufen? Wann habe ich Zeit es zuzubereiten? Wann kann ich essen?

Während der Fastenperiode erübrigen sich diese Fragen, da es feststeht, dass man nichts isst. Ich persönlich spare durch die Umstellung auf Intermittent Fasting deutlich an Zeit. An den meisten Tagen esse ich nur zwei statt drei Mahlzeiten und spare somit ca. 30% ein. Vergleicht man den Aufwand beim Intermittent Fasting (z.B. 2 Mahlzeiten in einem Essensfenster von 4-8 Stunden) mit dem hochfrequenten und immernoch ebenso hochgepredigten 6-Mahlzeiten-Ansatz, wird man mit Sicherheit eine signifikante Zeitersparnis spüren können. Persönlich kann ich leider sowie glücklicherweise keine eigenen Erfahrungen und Unterschiede zum 6-Mahlzeiten-System nennen, da ich dies nie selbst praktiziert habe.

Nicht zu vernachlässigen ist, dass man nicht nur weniger Zeit benötigt um Essen vorzubereiten und zu verzehren, sondern auch weniger Geschirr und folglich weniger Abwasch anfällt. Weniger alltägliche Belastung, mehr Zeit und mehr Flexibilität in der Mahlzeitenfrequenz schafft deutlich mehr Freiheit das Leben zu genießen.

 

 

Kognition und Intermittent Fasting

 

Viele meiner Klienten haben anfänglich Angst durch Intermittent Fasting bei ihrer Arbeit weniger leistungsfähig zu sein. Ein Grund dafür ist die landläufige Meinung, man müsse gut gegessen haben, um geistig fit zu sein, welche sich in vielen Köpfen festgesetzt hat. Dementsprechend fühlen die meisten Menschen sich schwach und geistig nicht auf der Höhe, wenn sie über längere Zeit nichts gegessen haben.

Es gibt sogar ein paar unterstützende Studien, die belegen, dass Probanden nach einem 24 stündigem Essensentzug in einigen kognititven Fähigkeiten schlechter abschneiden als in ihrem üblichen Essensrythmus.

Im Gegensatz dazu existieren aber auch diverse Studien, die keine signifikanten Unterschiede zwischen fastenden und gesättigten Probanden oder sogar kognitive Verbesserungen bei periodisch Fastenden feststellen konnten.

Aus meiner persönlichen Erfahrung und der meiner Klienten kann ich nur von Umstellungsschwierigkeiten berichten, die jedoch bei den meisten schon in den ersten Tagen und spätestens aber nach 14 Tagen verflogen sind. Anschließend wurde mir viel Positives über eine verbesserte Fokussierung und eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit nach einer Umstellung auf Intermittent Fasting berichtet. Dies ist eine mögliche Wirkung der erhöhten Adrenalin- und Noradrenalinausschüttung. Durch die mentale Klahrheit und durch die gesparte Zeit berichten viele über ihre gesteigerte Produktivität im Fastenfenster.

Um beurteilen zu können, welche Auswirkung Intermittent Fasting auf die eigene Kognition hat, sollte man es einfach ausprobieren und dem Körper 14 Tage Zeit für den Anpassungprozess geben. Genau hier setzt meine Kritik den Studien gegenüber an: Die Probanden der "Negativ-Studien" konnten weder Vorerfahrung mit Intermittent Fasting sammeln noch hatten sie eine adequate Anpassungszeit an den veränderten Essensrythmus. Zudem trifft der oben genannte Punkt ein, dass viele glauben sie bräuchten die wichtige Nahrung fürs Gehirn, um klar denken zu können und beschränken sich dadurch schon im Vorhinein.

 

Es ist wie Henry Ford schon sagte:

Ob du glaubst, du kannst es,

oder ob du glaubst, du kannst es nicht:

Du hast recht.

 

 

Simplizität durch Intermittent Fasting

 

Das einfache Konzept sein Essensfenster zeitlich zu reduzieren, wirkt sich natürlich auch auf die Menge der zugeführten Kalorien aus. Dadurch wird es für jeden Abnehmwilligen leichter ein Kaloriendefizit zu schaffen. Es ist wohl logisch, dass es deutlich schwerer ist sich innerhalb weniger Stunden zu überessen und mehr Kalorien zu sich zu nehmen als in einem normalen 12-16 stündigem Essensfenster.

Außerdem lernt der Körper sich auf diesen Rythmus einzustellen und weniger Hungersignale zu senden. Dieser hormonelle Anpassungsprozess (hauptsächlich gesteuert durch das Hungerhormon Grehlin) benötigt bei den meisten jedoch etwas Zeit.

Durch die niedrigere Mahlzeitenfrequenz ist es möglich größere Portionen zu sich zu nehmen, sodass man trotz eines Kaloriendefizits satt wird und die Sättigung auch länger anhält. Das ist wohl einer der wichtigsten Punkte, denn nichts ist schlechter für eine langfristige und dauerhafte Gewichtsreduktion als unbefriedigende Mini-Mahlzeiten, die gerade einmal als Aufwärmprogramm für die Hauptspeise ausreichen würden.

 

 

Résumé

 

Ich hoffe, ich konnte einen weiteren Anreiz geben Intermittent Fasting auszuprobieren. Wie im Text beschrieben, sollte man seinem Körper und Geist ungefähr 14 Tage Zeit geben, um von diesem Essensrythmus profitieren zu können. Den größten Vorteil, den ich für mich entdeckt habe, ist die Einfachheit in der Umsetzung. Dies macht es zur effektivsten und effizientesten Ernährungsstrategie!

Falls jemand noch weitere Vorteile des periodischen Fastens auf die Gesundheit, Körperkomposition oder für den Alltag parat hat, bitte einfach einen Kommentar hinterlassen.

 

Oh und bevor ich es vergesse, dank Intermittent Fasting spare ich mir jeden morgen das Frühstück und kann dadurch eine halbe Stunde länger schlafen – MEHR SCHLAF! So göttlich kann Intermittent Fasting sein ;-)

 




Bild 1: Flickr, featherboa
Bild 2: Flickr, DeathByBokeh

Simplizität durch Intermittent Fasting

 

Das einfache Konzept sein Essensfenster zeitlich zu reduzieren, wirkt sich natürlich auch auf die Menge der zugeführten Kalorien aus. Dadurch wird es für jeden Abnehmwilligen leichter ein Kaloriendefizit zu schaffen. Es ist wohl logisch, dass es deutlich schwerer ist sich innerhalb weniger Stunden zu überessen und mehr Kalorien zu sich zu nehmen als in einem normalen 12-16 stündigem Essensfenster.

Außerdem lernt der Körper sich auf diesen Rythmus einzustellen und weniger Hungersignale zu senden. Dieser hormonelle Anpassungsprozess (hauptsächlich gesteuert durch das Hungerhormon Grehlin) benötigt bei den meisten jedoch etwas Zeit.

Durch die niedrigere Mahlzeitenfrequenz ist es möglich größere Portionen zu sich zu nehmen, sodass man trotz eines Kaloriendefizits satt wird und die Sättigung auch länger anhält. Das ist wohl einer der wichtigsten Punkte, denn nichts ist schlechter für eine langfristige und dauerhafte Gewichtsreduktion als unbefriedigende Mini-Mahlzeiten, die gerade einmal als Aufwärmprogramm für die Hauptspeise ausreichen würden.

 

 

Résumé

 

Ich hoffe, ich konnte einen weiteren Anreiz geben Intermittent Fasting auszuprobieren. Wie im Text beschrieben, sollte man seinem Körper und Geist ungefähr 14 Tage Zeit geben, um von diesem Essensrythmus profitieren zu können. Den größten Vorteil, den ich für mich entdeckt habe, ist die Einfachheit in der Umsetzung. Dies macht es zur effektivsten und effizientesten Ernährungsstrategie!

Falls jemand noch weitere Vorteile des periodischen Fastens auf die Gesundheit, Körperkomposition oder für den Alltag parat hat, bitte einfach einen Kommentar hinterlassen.

 

Oh und bevor ich es vergesse, dank Intermittent Fasting spare ich mir jeden morgen das Frühstück und kann dadurch eine halbe Stunde länger schlafen – MEHR SCHLAF! So göttlich kann Intermittent Fasting sein ;-)

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Leo (Freitag, 19 April 2013 23:31)

    Speichert der Körper nicht irgendwann mehr Energie in Form von Fett ein um sich dem fasten anzupassen?

  • #2

    intermittent-fasting-diet (Sonntag, 21 April 2013 19:50)

    Dieser Prozess ist meines Wissens nach nicht vorhanden. Der Körper speichert normalerweise nur mehr Fett, wenn ich den Stoffwechsel über hormonelle Manipulation verlangsame. Beim periodischen Fasten sind die Fastenphasen relativ kurz, sodass der Stoffwechsel nicht runterfährt, sondern sogar aufgrund von mehr Adrenalin/Nor-Adrenalin leicht angehoben wird.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10837292

    Bei zu langen Fastenphasen verlangsamt sich der Stoffwechsel und es ist möglich, dass man leichter Fett ansetzt. Deshalb nicht länger als 72 Stunden fasten und auf die Kalorienbilanz achten. Dies gilt aber in jeglicher Mahlzeitenfrequenz. Nimmt man deutlich zu wenig Kalorien auf, schadet man sich langfristig mehr.

  • #3

    Aggi (Montag, 22 April 2013 11:20)

    Hallo,
    wie ist es mit dem Gemütszustand und der Laune?
    Kenne es vom Vollfasten, dass ich nach ein paar Tagen fasten völlig entspannt und fröhlich war.

  • #4

    intermittent-fasting-diet (Montag, 22 April 2013 20:54)

    Ich fühle mich auch gelassen und glücklich, denke aber nicht, dass es unbedingt mit dem periodischen Fasten zu tun hat ;-)

    Die Unabhängigkeit vom Essen, ein durchweg stabiles Energielevel und eine bessere körperliche Verfassung erleichtern den Alltag immens und können dadurch auch zufriedener machen.

    Dieses "High-Gefühl" wie es häufig beim langfristigen Fasten beschrieben wird, empfindet man weniger. Es wird auch häufig berichtet, dass man sich beim Vollfasten friedlicher/friedfertiger fühlt - ich spekuliere, dass dies ein Effekt des sinkenden Testosteronspiegels ist. Ebenfalls kann man es bei Vegetariern/Veganern sehen, die sich meist Low-Fat ernähren.

  • #5

    Nico (Freitag, 14 August 2015 09:57)

    ich möchte an dieser Stelle dem IF ausdrücklich beipflichten.
    Inzwischen bin ich mit Mitte Dreißig und jahrelangen diätischen Experimenten (wie Gandhi sie beschreibt und ich seit dem sechszigsten Lebensjahr ausprobiere) mit IF am besten "gefahren".

    Ich habe vor ca. 9 Monaten mit dem Training (vorrangig Brustmuskeltraining durch verschiedene Liegestütz) begonnen und unterstütze das Training seit ca. 4 Wochen nun durchweg mit IF, nachdem ich es auch in der Vergangenheit schon ohne Training ausprobiert habe.
    Sämtliche hier beschriebenen Vorteile stimmen vollkommen.
    Ich kann sie nur bestätigen.

    * keine Belastung mit "Was wie wann wo soll ich essen?
    * man spart Zeit und Geld
    * Ist räumlich/zeitlich unabhängig
    * man (zumindest ich) nimmt regelmäßig etwas ab, trotz sichtbarem und stetigem Muskelaufbau
    * der Kopf ist spürbar frei, wenig bis kein Stress
    * längere und intensivere Leistungsfähigkeit von Körper und Geist
    * gerade auch im Sommer ist IF eine gute Methode zum "Cool-Bleiben", zumindest ist MIR nicht so heiß (wie anderen) und die Hitze lässt sich ohne Anstrengung bestens aushalten, was ich damit erklären würde, dass bei weniger Verdauungsaktivität auch weniger Wärme (aus dem Innern) vorhanden ist. Ich würde fast sagen, dass mir angenehm kalt ist. Meine Haut ist leicht feucht und angenehm kühl auch bei 35+°C.

    IF hat mir beispielsweise auch beim Einstellungsverfahren bei der Polizei geholfen.
    Der PC-gestützte Auswahltest fand kürzlich an einem heißen Tag um 13:00 Uhr statt.
    Gegen 10 Uhr morgens mein Liegestützprogramm durchgezogen:
    * 3 x 20 Liegestütz Hände über Brustkorb, 30 Sek. Pause dazwischen
    * 3 x 20 Liegestütz Füße auf der Bank, 30 Sek. Pause dazwischen
    * 3 x 20 Liegestütz normale Liegestütz (breiter Stand),
    danach 2:30 min Pause und nochmal zwei weitere Wiederholungen dieser Sätze.
    Danach also zum PC-Test von 13-15 Uhr und recht locker bestanden.
    BIS DAHIN SEIT DEM VORTAG (AB 20 UHR) NICHTS GEGESSEN.
    Nach dem PC-Test gegen 15:30 Uhr eine Traube voll Weintrauben für den Blutzuckergegessen, denn ab 17:30 stand der Sporttest an.
    Parkour laufen (ein Klacks) und 2000 Meter-Lauf in max. 12 Minuten.
    Für den Lauf habe ich die Tage zuvor nur 2 x trainiert, bin auf Anhieb (mit ganz leichter Raucherlunge ;() 9:16 min, beim zweiten Training bereit 8:59 min gelaufen. Beim Sporttest der Polizei und 30 °C den Lauf in 8:57 min und als "Zweitplatzierter" (von 25 Teilnehmern) absolviert. Das alles mit nur Weintrauben-Traube. Abend gegen 20 Uhr dann ein normales Abendbrot. Den ganzen Tag über ging es mir ausgezeichnet, ohne Hunger oder inneres Ungleichgewicht.

    IF verträgt sich wunderbar mit meinem derzeitigen Beruf als Privatermittler (aber auch mit meinen vormaligen Büro-Jobs). Lange Phasen des Wartens z.B. bei Observationen lassen sich bestens aushalten. Es gibt kein "Ich muss langsam mal was essen", denn erst wenn dafür Zeit ist, gibt es etwas. Und das ist eben immer irgendwann abzusehen. So komme ich manchmal auf nur eine (manchmal größere) Mahlzeit am Abend. Und es geht mir bestens damit. Natürlich ist das auch eine Kopfsache, aber IF unterstützt sie in jeder Hinsicht.

    Ich denke mir, dass der Körper einfach mit den weniger Kalorien wesentlich effizienter haushaltet.

    Bisher habe ich in Bezug auf meinen Körper nicht auf Meinungen von Experten oder den Mainstream gehört, sondern nur auf die Signale, die mir mein Körper selbst gibt. Da ist es nicht nötig gewesen auf Nährstoffe oder Kalorienzählen zu achten. Von allen Methoden zur prophylaktischen Gesunderhaltung ist IF allein vom Körpergefühl her die für mich am besten geeignete.
    Danke daher in jedem Fall dem Macher der Seite über die doch recht ausführlichen Information zu Nährstoffen und Training, die mich in meiner Ansicht bestärken, IF auf unbestimmte Zeit und solange fortzuführen, wie es mir dabei gutgeht.

  • #6

    Martin Schäfer (Sonntag, 14 Februar 2016 18:16)

    Am Morgen nach dem Fastentag , den ich jetzt schon 2 Jahre lang - 2 X in der Wochhe mache , bemerke ich beim Frühstück , dass Essen überhaupt nicht so geil ist , wie ich am Tag zuvor ununterbrochen gedacht habe.
    Und doch ist der schönste Efeckt dierer Art der Ernährung - dass man sich wie irre auf das Frühstück am nächsten Tag freut - wer hat das schon !!??
    Natürlich sind die 40 kg - weniger , nach 6 Monaten mit " 10in2 - lustvoll Leben " ( Fastentag : Mo,Mi,Fr ) nicht zu verachten !!
    Muss man sich mal vorstellen : das letzte mal als ich 85 kg ( L ) wog , war ich 16 Jahre alt - jetzt bin ich 60 !! Spät - aber nicht : zu spät !!
    Wer will findet Wege , wer nicht will , Begründungen !!