Intermittent Fasting Methoden Teil 2

Nachdem im ersten Teil der Serie über die verschiedenen Intermittent Fasting Methoden das Alternate Day Fasting und die Every Other Day Diet erklärt wurden, werden heute Eat-Stop-Eat und The Warrior Diet vorgestellt.

 

 

 

Eat-Stop-Eat (ESE)

 

ESE soll eine flexible Möglichkeit darstellen, die Kalorienzufuhr zu verringern. Das Prinzip ist recht simpel umzusetzen. An ein bis zwei Tagen pro Woche wird für 24 Stunden gefastet, jedoch sollten diese Tage nicht aufeinander folgen. Dementsprechend könnte man beispielweise von Montag Morgen bis Dienstag Morgen und von Donnerstag Abend bis Freitag Abend fasten. Dieses Prinzip geht auf Brad Pilon zurück. Er betont dabei, dass man seine Nahrungsmittelauswahl und Portionierung nicht ändern muss, um abzunehmen. Die Mahlzeiten sollten der üblichen Menge entsprechen und folglich schafft mein ein Kaloriendefizit im Vergleich zur vorherigen Kalorienzufuhr. Hier setzt auch meine Kritik an.

 

IMO: Das Konzept ist leicht und flexibel, jedoch muss es keinen Erfolg haben. Ohne groß mit Zahlen um mich zu werfen, möchte ich verdeutlichen, dass eine Kalorienreduktion im Vergleich zur üblichen Kalorienzufuhr nicht immer eine Gewichtsabnahme zur Folge haben muss. Wenn ich mir täglich 1000kcal zu viel gönne und stetig an Gewicht zulege, werde ich bei einer Reduktion um 500kcal trotzdem weiter zunehmen – nur langsamer ;-) Wenige Menschen essen so extrem über ihrem Bedarf, aber es gibt sie.

Selbst wenn man mittels ESE alle überschüssig zugeführten Kalorien vermeidet, kehrt man nicht den Trend um, sondern stagniert nur bei seinem derzeitigen Gewicht.

 

 

The Warrior Diet

 

Das periodische Fasten nach der Warrior Diet wurde von Ori Hofmekler entwickelt. Man befindet sich in einem 24-stündigem Zyklus, in dem über einen Zeitraum von 20 Stunden gefastet und in einem 4-stündigen Zeitfenster ad libitum gegessen wird.

Während der 20-stündigen "Fastenperiode" darf man Gemüse, Obst und Säfte trinken. Dies ist somit kein gewöhnliches Fasten, da man Kalorien aufnimmt, welche den Insulinspiegel anheben und dementsprechend Somatropin hemmen. Außerdem werden einige Supplemente angepriesen, die man zusätzlich nehmen sollte.

 

IMO: Für viele Menschen wird es wohl schwierig sein, die notwendigen Nährstoffe innerhalb von 4 Stunden aufzunehmen. Für mich wäre es keine Lösung jeden Tag innerhalb von 4 Stunden meine ca. 3000 kcal aufzunehmen. Wir wollen uns schließlich weder alles notwendige zwanghaft reinpressen noch durch eine zu geringe Nährstoffaufnahme mangelernähren.

Ein anderer Kritikpunkt ist die Zufuhr von Obst und Gemüse während der Fastenperiode. Dadurch kann man es im Grunde schon nicht mehr als Fasten bezeichnen, da wesentliche Vorteile (z.B. Insulinhemmung und erhöhte Autophagie) gehemmt werden.

Schade finde ich auch, dass man einerseits die einfache Handhabung und gesundheitlichen Vorteile des periodischen Fastens hervorhebt und auf steinzeitliche Ernährung hinweist, aber andererseits im gleichen Atemzug Supplemente und deren Notwendigkeit anpreist – und davon hat er zufällig auch gefühlte 3 Millionen im Angebot.

Natürlich muss jeder Geld verdienen, aber wenn grundsätzlich gute Prinzipien zum Wohle der eigenen Geldbörse über Bord geworfen werden, empfinde ich es nicht als unterstützenswert.

 

 

 

Morgen folgen dann die letzten Methoden - Fast 5 Diet und Leangains.