Intermittent Fasting und Balance Teil 1

Intermittent Fasting und Balance
Wenn das keine perfekte Balance ist...

Heute mal ein Artikel, der sich nicht direkt um Intermittent Fasting dreht, denn Intermittent Fasting füllt unser Leben nicht aus. Daher sollte sich auch nicht alles um die optimale Mahlzeitenfrequenz, Nährstoffbalance, Nährstofftiming, Trainingseinbindung, Trainingstiming, Säure-Basen-Haushalt und Herrgott was weiß ich noch drehen. Vielmehr sollte man Intermittent Fasting nutzen um sein Leben leichter zu machen, um einfacher alles unter einen Hut zu bekommen, um mehr Zeit für die angenehmen Dinge im Leben zu haben und gleichzeitig etwas für seine Gesundheit und 

Körperkomposition zu tun.

 

Viele in der Fitnesswelt scheinen einfache und effiziente Konzepte zu verkomplizieren um die letzten 0,0001% rauszuquetschen, anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sehr gute Erfolge zu realisieren. 6 Mahlzeiten am Tag und täglich 2 Trainingseinheiten sind für keinen Normalbürger umsetzbar, ratsam oder von Nutzen.

 

 

Daher rate ich jedem zu einem einfachen und langfristig realisierbaren Plan mit bestmöglichem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Wobei ich zu den Kosten auch die Zeit zähle, denn was bringt es mir, wenn ich 5 Jahre meines Lebens im Studio verbringe, um meine Lebenserwartung um 5 Jahre zu erhöhen – denn ich habe nicht die Illusion, dass sich jeder darauf freut Gewichte zu heben. Aber ich weiche vom Thema ab. Der Punkt ist: Gestaltet man einen Plan zu schwer, wird er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit abgebrochen bevor die Ziele erreicht werden konnten!

Natürlich bedarf es engerer Grenzen, mehr Aufwand und mehr Disziplin, wenn man höhere Ziele für die eigene Körperkomposition hat. Wenn man als Mann unter 10% Körperfettanteil kommen will, muss man etwas genauer sein als jemand, der von 30% Körperfettanteil auf 20% kommen möchte. Dies sollte klar sein und darauf möchte ich heute nicht näher eingehen.

 

 

Balance, Gleichgewicht, Einklang und Co. GmbH

 

Man hört heutzutage viel über die innere Balance oder auch das innere Gleichgewicht, sein Ying und Yang, alles in Einklang bringen und ausgeglichen sein. Man hört viel darüber (schließlich verkauft es sich gut, denn rare Güter sind wertvoll) und lebt so wenig davon.

Aber worum geht es eigentlich, wenn ich von Balance oder Gleichgewicht spreche?

 

Grundsätzlich kann man wohl alles im Leben unter dem Aspekt des Gleichgewichts betrachten:

Nimmt stressige und intensive Arbeit zu viel Zeit ein, sodass man zu wenig Freizeit hat, zu wenig Zeit für seine Familie, Freunde und für sich selbst hat, wird die Gesundheit über kurz oder lang in Mitleidenschaft gezogen.

Schläft man entgegen seinen eigenen Bedürfnissen zu wenig, so wird die Regeneration und folglich wieder die Gesundheit darunter leiden müssen.

Trainiert man zu häufig und zu hart, so ist die Regenerationsphase nie komplett abgeschlossen und man wird langfristig stagnieren oder sogar an Kraft und Muskulatur verlieren.

Isst man zu viel, wird man Masse ansetzen. Isst man zu wenig, schränkt der Körper gewisse Funktionen (z.B. Sexualtrieb, Immunabwehr) ein. Extreme Einschnitte rufen auch extreme Anpassungen des Körpers hervor. Die Ernährung hat eine spürbare Macht über den Körper. Planloses und extremes Abnehmen kann dich auf die dunkle Seite der Macht treiben. Auch Ernährungsformen wie Low-Carb oder Low-Fat haben gewisse negative Anpassungen, die von ihren Befürwortern häufig unterschlagen werden. Man sollte demnach auch hier eine Balance finden.

Wie die meisten wissen, ist auch nicht nur die feste Nahrung entscheidend. Trinke ich zu wenig werden geistige und physische Fähigkeiten auf lange Sicht drunter leiden. Außerdem werden Reinigungsmechanismen schlechter ablaufen, sodass Krankheiten provoziert werden.

Die einzelnen Faktoren wie Schlaf, Training und Ernährung werde ich in Zukunft detaillierter behandeln, ohne es komplizierter zu machen als es ist. Es gibt einfache Richtlinien, die für jeden umsetzbar sind!

 

 

Résumé

 

Ein Ungleichgewicht in unserem Körper wird in allen Fällen die Gesundheit und unser Wohlbefinden beeinträchtigen und folglich unsere Lebensqualität mindern.

Ein einfacher und effektiver Weg sich dem Gleichgewicht zu nähern, ist Vielfalt zu integrieren. Nicht nur bei der Ernährung empfehle ich abwechslungsreich zu sein. Einseitig ist einfältig. Vielfalt ist Nuts! Dies bedeutet aber nicht, dass Nüsse so gut zum Abnehmen sind wie besagt. Auch den Körper sollte man variantenreich fordern mittels verschiedener Sportarten, Kraft-, Koordinations-, Mobilisations- und Ausdauertraining und die Gewichtung gemäß seinen Zielen anpassen.

Ob man sein Leben vielfältig oder einseitig verbringen will, muss jeder selbst entscheiden. Soll sich bei mir Kontinuität und Abwechslungsreichtum die Waage halten und ich bin glücklich :-)

 

Demnächst werde ich näher darauf eingehen, inwieweit Intermittent Fasting mehr Balance in unser Leben bringt.

 

 


 

Bildquelle: Absraction, iStockphoto © ewg3D


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