Ungesundes Soja - Die Soja-Saga Teil 2

Die Liste von Risiken, die der Verzehr von Soja mit sich bringt, ist erschreckend lang. Um den Artikel aber nicht allzu lang werden zu lassen, habe ich hier für euch einige der interessantesten bzw. wichtigsten Inhalte von Soja aufgeführt und deren Wirkung kurz erklärt.

Bei Fragen könnt ihr mir natürlich schreiben!

 

Was macht Soja ungesund?

Phytinsäure
Phytinsäure

Sojaprodukte enthalten hohe Anteile an Phytinsäure.

Phytinsäure vermindert die Bioverfügbarkeit und damit auch die Aufnahme von einigen wichtigen Spurenelementen wie Kalzium, Zink, Eisen, Magnesium, aber auch von Eiweiß-Komplexen. 1

Dies kann zum Beispiel zu Wachstumsstörungen bei Kindern führen und löst auch bei Erwachsenen Defizite im Mineralstoffhaushalt aus.

 

Sojaprodukte enthalten sogenannte Trypsin-Inhibitoren.

Trypsin-Inhibitoren beeinträchtigen die Proteinverdauung, also die Aufnahme von Eisen, und können beispielsweise zu Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen führen. (Mehr dazu im dritten Teil der Soja-Saga: Soja im Sport)

 

Sojaprodukte enthalten Phytoöstrogene (pflanzliche Östrogene).

Phytoöstrogene beeinträchtigen die Funktion von Hormondrüsen. Dadurch wird das Potential an Unfruchtbarkeit und das Brustkrebsrisiko erhöht. Auch eine Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenkrebs oder andere Schilddrüsenerkrankungen können – insbesondere bei Männern – mit Soja-Phytoöstrogenen in Zusammenhang gebracht werden.2

In Tierversuchen wurde festgestellt, dass Soja-Hormone das Immunsystem schwächen und insbesondere für Kinder extrem schädlich sein können.3
Auch Themen wie Brustkrebs und kardiovaskuläre Erkrankungen werden immer wieder in den Zusammenhang mit Phytoöstrogenen gebracht. (Hier ist sich die Forschung jedoch noch uneinig, welche Mengen an Phytoöstrogen die Krankheiten verschlimmern oder bei der Heilung hilfreich sind.4

 

Sojaprodukte werden häufig bei hohen Temperaturen verarbeitet. Diese Verarbeitung führt zur Bildung von toxischem Lysinoalanin und krebserzeugenden Nitrosaminen. Außerdem sind die denaturierten Sojaproteinisolate für den Menschen – im Gegensatz zu Proteinen aus Fleisch – sehr schwer verdaulich.

 

Zu „guter“ Letzt enthält Soja MSG bzw. MNG (Mononatriumglutamat), ein starkes Nervengift, welches während der Soja-Verarbeitung gebildet wird. Hier treten die typischen Nebenwirkungen von Glutamaten auf (dazu nur ein kleiner Link - http://www.science-shop.de/sixcms/media.php/370/emsley.pdf)

 

Gensequenz (Wikipedia, John Schmidt)
Gensequenz (Wikipedia, John Schmidt)

Was ich an dieser Stelle nur kurz erwähnen möchte ist, dass die meisten Soja-Pflanzen inzwischen genmanipuliert sind und viele Soja-Lebensmittel erhöhten Gehalt an Aluminium nachweisen.

Durch die Genmanipulation wurde der Trypsin-Gehalt der Pflanze erhöht, da das Trypsin einen natürlicher Insekten- und Fressfeindschutz darstellt. Insekten, die Trypsin aufnehmen werden unfruchtbar und können sich nicht mehr so stark vermehren. Dadurch wird die Pflanze – und der Geldbeutel der Hersteller – geschützt.

Sojabohnen sind ein perfekter Aluminium-Speicher. Daher sammelt sich Aluminium verstärkt in den Sojabohnen. Insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder ist Soja-Nahrung deshalb nicht empfehlenswert (nur in Sonderfällen kann es als Ersatzprodukt genutzt werden).

 

 

* Vorteile von Soja

 

Ich möchte nicht verschweigen, dass Soja in einigen Studien auch als gut bewertet wird. So ist Soja beispielsweise im fermentierten Zustand (und wenn es aus biologischem Anbau stammt) als gesünder einzuschätzen (Dieses enthält dann z.B. nur sehr wenig bis keine Phytinsäure.) Zu den fermentierten Soja Produkten gehören z.B. Tempeh, Miso, Natto, oder Soja-Soße.5

Auch senkt Soja den Cholesterinspiegel.6, 7

Für Sportler könnte auch der Fakt interessant sein, dass Sojaisolate und deren Abkömmlinge für Aminosäurenspitzen sorgen.8

 

 


 

Quellen / Studien

 

1 Ekmekcioglu, Cem / Marktl, Wolfgang (2006): Essentielle Spurenelemente: Klinik und Ernährungsmedizin. Springer Verlag.

 

2 Hampl, Ostatnikova, Celec et al.(2008): Short-term effect of soy consumption on thyroid hormone levels and correlation with phytoestrogen level in healthy subjects.cInstitute of Endocrinology, Prague, Czech Republic.

 

3 Udo Pollmer: Karriere der Giftpflanze Soja – Youtube

 

4 Adlercreutz, Heinonen, Penalvo-Garcia (2008): Phytoestrogens, cancer and coronary heart disease. BioFactors.

 

5 unter anderem: http://www.naturalnews.com/025513_soy_food_soybeans.html

 

6 Higashi, Abata, Iwamoto et al. (2001): Effects of soy protein on levels of remnant-like particles cholesterol and vitamin E in healthy men.

 

7 Zimmermann (2003): Phytoöstrogene / Phytoestrogens. Institut für Ernährungswissenschaft, Universität Bonn.

 

8 Claessens, Saris, van Baak (2008): Glucagon and insulin responses after ingestion of different amounts of intact and hydrolysed proteins.

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Sonja (Donnerstag, 10 Januar 2013 12:51)

    Phytinsäure
    Soja ist doch gekocht ... da reduziert sich doch die Phytinsäure - oder?!

  • #2

    intermittent-fasting-diet (Donnerstag, 10 Januar 2013 13:39)

    Ja, die Phytinsäure wird gesenkt, jedoch nicht ausreichend. Einweichen oder Kochen haben nur geringen Einfluss. Ausschließlich durch Fermentation wird der Phytinsäuregehalt wirklich reduziert.

  • #3

    Ki (Samstag, 27 September 2014 11:12)

    Vielen Dank für diesen interessanten Artikel.
    Wie ist denn Tofu einzustufen? Laut Wikipedia wird es in China seit dem 2. Jhtsd. vor Chr. als Grundnahrungsmittel eingesetzt. Ist Tofu auch fermentiert?

  • #4

    Christopher (Freitag, 03 Oktober 2014 19:46)

    Es gibt fermentierten und nicht-fermentierten Tofu, der herkömmliche ist meist nicht fermentiert. Fermentierte Varianten wären Seidentofu oder Tempeh.