Das richtige Training zum Muskelaufbau - Teil 2: Stoffwechseltechnische Ermüdung

 

Hier ist der zweite Teil über Training für maximalen Muskelaufbau.

 

Im ersten Teil habe ich erklärt, was die mechanische Last ist. Dieser Teil befasst sich mit der stoffwechseltechnischen Ermüdung, dem zweiten wichtigen Faktor für maximales Muskelwachstum.

 

Die stoffwechseltechnische Ermüdung - auch als metabolische Ermüdung bekannt – beschreibt die muskuläre Ermüdung durch eine unzureichende Energieversorgung.

 

Was bedeutet stoffwechseltechnische Ermüdung?

 

Durch die andauernde Kontraktion der Muskulatur werden die Adern „abgedrückt“, sodass das Blut besonders schlecht abtransportiert werden kann. Die Anstauung von Blut im Muskel kennt jeder unter dem Begriff „Pump“.

 

Deine Muskeln können nur kontrahieren, wenn ausreichend Energie bereitgestellt werden kann. Wird in einem kurzen Zeitraum viel Energie benötigt, befindet sich der Muskel in einem Sauerstoffdefizit. Dies lässt die Muskulatur durch die Bildung und Ansammlung von Laktat und Wasserstoffionen „übersäuern“. Dadurch geht mit dem Pump üblicherweise auch ein Brennen in der Muskulatur einher. Es kommt zu dem Punkt, an dem nicht mehr ausreichend Energie zur Verfügung steht und keine komplette Wiederholung mehr möglich ist.

 

 

Wozu stoffwechseltechnische Ermüdung?

 

Diese stoffwechseltechnische Ermüdung führt zu einer vermehrten Zunahme an Sarkoplasma - also Zellflüssigkeit in den Muskelzellen. Diesen Vorgang nennt man sarkoplasmatische Hypertrophie oder auch nicht-funktionale Hypertrophie, da keine Vermehrung kontraktiler Filamente auftritt.

Einfach ausgedrückt: Es entstehen keine neuen Muskelbestandteile, die den Muskel kontrahieren lassen, sondern die vorhandenen Zellen vergrößern sich durch mehr Zellflüssigkeit.

 

Nach heutigem Kenntnisstand hat ein Zellkern nur einen gewissen Bereich, den er beeinflussen kann. Die Zelle kann nur im Einflussbereich des Zelkerns wachsen und nicht darüber hinaus. Die sarkoplasmatische Hypertrophie kann daher nicht unendlich voran schreiten. Deswegen benötigen wir die Eingliederung von Satellitenzellen in die Muskelfasern. Satellitenzellen bilden neue Zellkerne in den Muskelfasern, wodurch mehr sarkoplasmatische Hypertophie ermöglicht wird.  

Umso mehr Zellkerne bestehen, desto größer auch die mögliche sarkoplasmatische Hypertrophie.

 

 

Fügen wir alles zusammen

 

Wichtig ist sowohl die Einbindung neuer Zellkerne ind die Muskelfasern als auch die Hypertrophie des Sarkoplasmas. Beide Ziele erreicht man über zwei verschiedene Wege: Zellkerne werden durch die mechanische Last auf den Muskel geschaffen. Sarkoplasmatisches Wachstum entsteht hingegen durch stoffwechseltechnische Ermüdung.

 

Um den Muskelaufbau zu maximieren, müssen wir beide Mechanismen ausnutzen!

 

 

Aber was bedeutet das konkret für das Traning? Wie könnte ein Training aussehen, dass beide Faktoren berücksichtigt?

 

Hierzu seht euch einfach den dritten Artikel zum Training für maximalen Muskelaufbau an!


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