Konditioniere dich - mit Pawlow zum Traumkörper

Ivan Pawlow
Ivan Pawlow

Der heutige Artikel ist weniger theoretischer Natur, sondern hängt sich lediglich an der Pavlovschen Konditionierung auf.

 

Ich denke nicht, dass ich viele Worte über Hunde und Speichel verlieren muss, denn eigentlich kennt jeder die Pawlowsche Konditionierung aus dem Bio-Unterricht.

 

Ein schöner Spruch, auf den ich später zurückkommen werde:

 

Belohn dich nicht mit Essen, du bist kein Tier.

 

Was hat Gesundheit / Krafttraining / Fitness mit Pawlow zu tun?

 

Ich denke, eine ganze Menge, denn es geht wie bei vielem im Leben darum Gewohnheiten zu schaffen, die wir langfristig durchführen können. Für die Gesundheit oder auch einen schönen Körper bringen kurzfristige Interventionen wenig, wenn man sie nicht auch langfristig umsetzen kann, denn Veränderungen in und an unserem Körper sind leider eher schleichender Natur - auch wenn die ganzen 'In-10-Wochen-von-Couch-Potato-zum-Superhelden-Programme' ein anderes Bild vermitteln wollen.

Diese Extrem-Programme dealen mit deiner Hoffnung, der eigenen Faulheit und natürlich auch mit deinem Geld.

 

Wie können wir langfristig erfolgreich sein?

 

Wir benötigen natürlich die richtigen Werkzeuge - sprich: durchdachtes Training und gezielte Ernährung.

 

Aber natürlich brauchen wir ebenso Beständigkeit bei beiden Faktoren. Mit Beständigkeit meine ich jedoch nicht die kompromisslose Durchführung von Training und Ernährung, die keine Ausnahmen zulässt. Ich bin sogar der Meinung, dass Ausnahmen ab und zu wichtig und förderlich sind, um langfristig die Motivation hoch zu halten.

 

Ob man es nun im Pareto-Prinzip-Stil von 80/20 handhabt, sich ein Cheatmeal gönnt oder eine Fun-Übung pro Woche einführt, ist typenabhängig. Nach meiner Erfahrung aus über 100 persönlichen Beratungen fahren die meisten am besten, wenn sie klare Regeln befolgen und gleichzeitig auch Zeiten haben, an denen sie ohne Reue 'sündigen' können.

 

Die Perfektionierung der Sünde

 

Ich 'sündige' regelmäßig, planmäßig und genieße es - ABER immer nach dem Training!

 

Und an diesem Punkt kommen wir zurück zu Pawlow. Ich plane meine 'unsauberen' Mahlzeiten immer nach einem Training ein.

 

 

Steht ein Brunch mit der Familie an, gehe ich früh trainieren. Wird kurzfristig ein großes Fressen mit Freunden organisiert, mache ich zuhause ein kleines BW-Workout und genieße anschließend das Essen. Ansonsten bleibt meine Ernährung konsequent!

Durch diese Reihenfolge konditioniere ich mich darauf, mir Belohnungen nur nach einem Training zu gönnen. Ich belohne mich und mein Training. Mein Training nimmt wiederum durch diese leichte Änderung einen besonderen Stellenwert ein. Außerdem freue ich mich automatisch noch mehr auf die Trainingstage, gebe mehr Gas beim Training und muss im Gesamtkonzept auf nichts verzichten. Möchte ich mir etwas Eis gönnen, gehe ich zuerst jagen und genieße anschließend meine Beute :-)

 

Das Konzept ist simpel und ich versuche es jedem Klienten so auch einzutrichtern. Sei konsequent an trainingsfreien Tagen, gönne dir deine Lieblingsgerichte nach dem Training.

 

Das Training sollte natürlich nicht als Freifahrtschein für einen kompletten Kuchen nach jedem Training genutzt werden. Aber wenn man sich etwas gönnen möchte, dann nach dem Training! Behalte im Hinterkopf, dass es um langfristige Erfolge geht, für die man Gewohnheiten benötigt, die einen langfristig motivieren. Nach allen aufgeführten Punkten formuliere ich den oben genannenten Spruch etwas um:

 

Belohn dich mit Essen, denn auch in dir steckt ein Tier!

 

... und am besten nach dem Training ;-)

 

Beste Grüße Christopher

 

 

Dieser Artikel entstammt einem Thinking-/Study-Sunday, den ich immer sonntags auf Facebook veröffentliche. Like die IFD-Facebookpage und du verpasst nicht! 

 

Originalpost:

https://www.facebook.com/IntermittentFastingDiet/posts/598173410270969


Kommentar schreiben

Kommentare: 0