Psychologie

Alles nur Kopfsache?


Wie IF das Leben leichter macht...

Mein Alltag hat mir wieder einmal die Vorteile vom intermittierenden Fasten aufgezeigt. Ich war den ganzen Tag am Arbeiten und ständig unterwegs - von 6:30-18:15 Uhr. 

Ab 7 Uhr habe ich zwei Klienten trainiert, bin danach direkt ins Büro (ich bin im Gesundheitsmanagement tätig) und habe anschließend noch bei einer Fußballmannschaft das Koordinations- und Schnelligkeitstraining geleitet.
Pausen hatte ich nur im Auto auf dem Weg zum nächsten Job. 

Da ich mein Essen bewusst aufnehmen und genießen möchte, habe ich mich dazu entschlossen den gesamten Tag zu fasten und erst abends eine große Mahlzeit zu mir zu nehmen. 


Wo bleiben die Vorteile?

Ich hatte durchgängig Energie und mein Kopf war frei für die Arbeit. Dadurch konnte ich fokussiert alle Aufgaben abhaken.
Ich hatte keinen lästigen Hunger wie viele der Hochfrequenzesser (die 5-6 Mahlzeiten am Tag Fraktion). Ich höre so oft, dass intermittierendes Fasten unglaublich schwierig sein muss und man doch ständig vom Hunger getrieben sein müsste. Diese Meinung teilen viele, die es noch nicht richtig ausprobiert haben bzw. sich schlecht ernähren. 
IF hat den großen Vorteil den Hunger besser kontrollieren zu können. Hochfrequenzesser triggern ihren Körper darauf ständig Essen zu verlangen und wundern sich über Hunger, wenn sie ihren gewöhnlichen Rhythmus nicht einhalten können.
Als IF'ler fühle ich mich im Alltag deutlich freier und kann zu späterer Zeit Ruhe finden und das Essen genießen. Ich esse, wenn ich Zeit und Lust habe und nicht wann mein Körper mich dazu zwingt zu essen oder man andernfalls in ein mentales oder physisches Leistungsloch fällt.

In diesem Sinne
Happy Fasting!

 

 

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Bild 1: Rat Race, KVDP, Shokunin, Aungkarns, Wikimedia Commons

Bild 2: gemeinfrei

 

 

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Konditioniere dich - mit Pawlow zum Traumkörper

Ivan Pawlow
Ivan Pawlow

Der heutige Artikel ist weniger theoretischer Natur, sondern hängt sich lediglich an der Pavlovschen Konditionierung auf.

 

Ich denke nicht, dass ich viele Worte über Hunde und Speichel verlieren muss, denn eigentlich kennt jeder die Pawlowsche Konditionierung aus dem Bio-Unterricht.

 

Ein schöner Spruch, auf den ich später zurückkommen werde:

 

Belohn dich nicht mit Essen, du bist kein Tier.

 

Was hat Gesundheit / Krafttraining / Fitness mit Pawlow zu tun?

 

Ich denke, eine ganze Menge, denn es geht wie bei vielem im Leben darum Gewohnheiten zu schaffen, die wir langfristig durchführen können. Für die Gesundheit oder auch einen schönen Körper bringen kurzfristige Interventionen wenig, wenn man sie nicht auch langfristig umsetzen kann, denn Veränderungen in und an unserem Körper sind leider eher schleichender Natur - auch wenn die ganzen 'In-10-Wochen-von-Couch-Potato-zum-Superhelden-Programme' ein anderes Bild vermitteln wollen.

Diese Extrem-Programme dealen mit deiner Hoffnung, der eigenen Faulheit und natürlich auch mit deinem Geld.

 

Wie können wir langfristig erfolgreich sein?

 

Wir benötigen natürlich die richtigen Werkzeuge - sprich: durchdachtes Training und gezielte Ernährung.

 

Aber natürlich brauchen wir ebenso Beständigkeit bei beiden Faktoren. Mit Beständigkeit meine ich jedoch nicht die kompromisslose Durchführung von Training und Ernährung, die keine Ausnahmen zulässt. Ich bin sogar der Meinung, dass Ausnahmen ab und zu wichtig und förderlich sind, um langfristig die Motivation hoch zu halten.

 

Ob man es nun im Pareto-Prinzip-Stil von 80/20 handhabt, sich ein Cheatmeal gönnt oder eine Fun-Übung pro Woche einführt, ist typenabhängig. Nach meiner Erfahrung aus über 100 persönlichen Beratungen fahren die meisten am besten, wenn sie klare Regeln befolgen und gleichzeitig auch Zeiten haben, an denen sie ohne Reue 'sündigen' können.

 

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Einfach und schnell abnehmen

Gewichtsreduktion ist ein schwieriges Thema, obwohl es so leicht sein könnte. Oft assoziiert man damit Verzicht, ständigen Hunger und Einbußen an Lebensqualität. Dies sollte aber in einer vernünftigen Gewichtsreduktion nicht der Fall sein.

 

 

Wie sieht die ultimative Abnehmmethode aus?

Viele Fitness-, Gesundheits- oder Diät-Gurus propagieren ihre einzig wahre Methode, um die lästigen Kilo ein für allemal loszuwerden. Es gibt anscheinend unendlich viele Diätformen, die alle etwas anderes behaupten. Da ist es kein Wunder, dass die meisten Menschen mittlerweile verwirrt sind und nicht mehr wissen, worauf es wirklich ankommt, wenn man Gewicht verlieren will. Die einen verteufeln das Fett (Low-Fat), die anderen schwören darauf, dass die Kohlenhydrate am Abend Schuld sind (z.B. Schlank im Schlaf) und die nächsten streichen Kohlenhydrate nahezu komplett aus der Ernährung (Low-Carb). Das Problem daran ist, dass man mit allen Methoden abnehmen kann, aber ebenso gut stagnieren oder zunehmen kann.

 

Eines haben alle Erfolge gemeinsam: eine relative Verringerung der Kalorienzufuhr. Das ist der wesentliche Punkt, den man heutzutage häufig unterschlägt. Füge ich dem Körper weniger Kalorien zu als er verbraucht, so wird er die fehlende Energie aus seinen Energiespeichern kompensieren.

Am Ende des Tages kommt es immer auf die Kalorienbilanz an. Je nachdem wie diese ausfällt, verändert sich unser Körpergewicht. Das ist wissenschaftlich belegt. Alle anderen Thesen fundieren nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern ausschließlich auf persönlichen Meinungen.

Damit will ich nicht sagen, dass man essen kann wie man möchte, solange die Kalorienbilanz stimmt, denn die Nährstoffzusammensetzung hat einen großen Einfluss auf den Stoffwechsel und unsere Körperkomposition - genauso wie das Timing der einzelnen Nährstoffe.

Manche " Experten", die behaupten, man könne so viel essen wie man möchte und wird trotzdem abnehmen, haben meiner Meinung nach Unrecht. Ich habe diverse Methoden ausprobiert, um zu sehen und zu spüren welche Auswirkungen es auf meine Stimmung, Leistungsfähigkeit und meine Körperkomposition hat, damit ich besser darüber berichten kann - aber dazu mehr in der Zukunft.


Wichtig ist, dass man egal mit welcher Ernährungsform ausreichend essentielle Nährstoffe aufnimmt. Dies ist am leichtesten mit einer ausgewogenen Ernährung zu erreichen, denn eine variantenreiche Ernä
hrung schafft eine breiter gefächerte Nährstoffzufuhr. Daher ist eine zu starke Einschränkung und Begrenzung langfristig weder zielführend noch gesund.

 

Der Trend einzelne Nährstoffe (Fett, Kohlenhydrate oder Eiweiß) zu verteufeln, lässt viele Abnehmwillige von einer zur nächsten Diät springen, da keine so richtig funktionieren will. Ein weiteres Problem ist, dass einseitige Ernährungsformen leichter falsch angewendet werden und der Gesundheit schaden können.

 

Nur durch eine Ernährungsumstellung kann man sein Gewicht auch langfristig regulieren. Diäten lösen nie die Ursache des „Problems“ und verfolgen auch nicht das Ziel, über Jahre und Jahrzehnte gut auszusehen und gesund zu sein. Die Ursache von Gewichtsproblemen und vielen Krankheiten ist ein schlechtes Fundament in der Ernährung. Mit einer naturbelassenen und ausgeglichenen Ernährung schafft man die Basis. Ein- bis zweimal pro Woche kann und sollte man sich etwas gönnen und auf nichts verzichten müssen.

 

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Von Vorsätzen zum Umsetzen und zum Bordstein zurück...

 

 

"Der gute Vorsatz ist ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird."

Mexikanisches Sprichwort

 

 

Das neue Jahr ist nun auch schon wieder fast drei Wochen alt!

Wie sieht es mit euren guten Vorsätzen aus? Sind schon die ersten Vorsätze erfüllt, seid ihr noch fleißig dabei sie umzusetzen oder habt ihr schon alles über den Haufen geworfen?

 

Laut Statista wurden auch dieses Jahr wieder unglaublich viele Vorsätze ausgesprochen, die etwas mit Ernährung, Sport und Abnehmen zu tun haben.

Und, sehen eure Vorsätze ähnlich aus? ;-)

 

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Diät oder Ernährungsumstellung?

Nicht wenige wünschen sich mal so eben 5 kg in 14 Tagen oder 10 kg in 8 Wochen abzunehmen. Natürlich will jeder sein Ziel schnellstmöglich erreichen. Man muss sich jedoch fragen, ob man sein Ziel auch wirklich richtig definiert hat. Will ich wirklich in 14 Tagen um 5 kg leichter sein oder will ich diese 5 kg engültig verlieren? Was bringt es mir, wenn ich kurzfristig mein Ziel erreiche und langfristig in alte Essgewohnheiten verfalle und schließlich wieder bei meinem Ausgangsgewicht oder darüber lande?


 

Der Bedarf nach Diäten ist scheinbar riesig. Ansonsten würde es wohl nicht jede Woche die nächste noch bessere Trend-Diät geben, um ein paar Kilo zu verlieren. Jede Woche aufs Neue zeigen Fitness- und Frauenzeitschriften mit hübschen Bildchen und weisen Sprüchen wie man noch schneller abnimmt. Nur warum gibt es solch einen hohen Bedarf an Diäten, wenn sie doch so effektiv sind?

Die Antwort kennt jeder. Diäten sind kurzfristige Restriktionen der Nahrungsmittelzufuhr, die auf lange Sicht nicht durchzuhalten sind und in den meisten Fällen sogar hochgradig gesundheitsschädlich sind. Doch 90% aller Abnehmwilligen verschließen sich davor, wenn sie den Entschluss fassen abzunehmen. Woran liegt es, wenn man eigentlich weiß, dass man mit einer Diät nicht sein langfristiges Ziel erreichen wird? Die Hoffnung, dass dieses Mal doch alles anders ist und fehlendes Wissen über die Funktionen und Anpassungsmechanismen des Körpers sind wohl die Hauptgründe.

 

Viele meiner Klienten haben schon etliche Programme und Ernährungsstile ausprobiert, haben kurzfristig abgenommen, um einige Monate später wieder am gleichen Punkt zu stehen. Wie kann ich diesen Schwamm-Kreislauf nun unterbrechen?

Mein Konzept ist simpel: Man schafft eine individuelle Umgebung für denjenigen, mit der er sich langfristig wohl fühlt und Erfolg hat. Das heißt, dass die Ernährung und die sportlichen Aktivitäten auf die eigenen Bedürfnisse, Lebensumstände und den Aufwand, den man bereit ist zu bringen, abzustimmen ist. Letztendlich bleibt die beste Diät diejenige, mit der man sein langfristiges Ziel erreicht!

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